Diario spoletano — Venerdì – Freitag: Super grandioso famoso

Sommer, Sonne, gefühlte 30 °C, staubtrockene Luft und jede Menge kleiner typografische Geschichten. Für die nächsten zwei Wochen ist dies alles was den Tag füllt – mal abgesehen von einer Flasche Wein am Abend.



Im Zuge der dritten Summer School von Prof. Gertrud Nolte (FHWS) wird es darum gehen der Stadt Spoleto ein typografisches Gesicht zu geben. Spoleto selbst – gute 150 Km nördlich von Rom in der regione Umbrien liegend – ist eine Stadt voller enger Gassen und historischen Eigenheiten. Hier werden, hoch oben auf der Rocca, der päpstlichen Burganlage, innerhalb von zwei Wochen Schriften entworfen, gezeichnet und vektorisiert …

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Natürlich arbeiten wir! Wir sind schließlich nicht zum Vergnügen hier.
Irgendwie ist das hier aber auch dasselbe. Auf der Rocca haben wir unseren Spaß und abends werden immer noch Skizzen gemacht für den nächsten Buchstaben. Die Terrasse vorm Mädelszimmer entpuppt sich als zweiter Arbeitsplatz für die Schachtelboy-Supergroup. Hervorragendes Essen und zweitklassiges Bier halten uns stabil für weitere neun Stunden Leuchttisch und FontLab.
Was das Ganze soll? Na, wir frickeln schön den Font zusammen, der Spoleto später repräsenten soll. Hier werden die Lettern entlang der Leserichtung gen Abnutzung und Unperfektion zugerichtet. Und zwar so, wie sich die Stadt uns offenbarte: Verschachtelt, verwinkelt, von architektonischer Vielfalt und Freiheit geprägt. Alt und abgenutzt, mit einem gesunden „des passt scho ‘so“-feeling.
Wer weiß, was dabei ›rauskommt aber hey, es wird scho‹ passen.
Arrivederci

Fotos: Susanna Häfner, Jakob Runge Text: Tom Kirchgässner, Susanna Häfner, Dominik Hofmann, Prof. Gertrud Nolte Hochschule Würzburg, Fakultät Gestaltung

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