Elegische Gedanken zum Freitag, den Dreizehnten

Das Typodarium! Es steht schon länger auf meinem Schreibtisch, doch seit Jahresbeginn darf ich endlich, endlich jeden Tag ein Türchen aufmachen … ach, nein, jeden Tag ein Zettelchen des begehrten typografischen Abreißkalenders entfernen. Ganz vorsichtig, damit nichts einreißt, denn die schönsten Schriftblätter hebe ich sorgfältig auf! Heute: die Elegy. Wir bei Linotype sind zwar nicht im geringsten abergläubisch, aber fanden es trotzdem passend, sie für einen Freitag, den Dreizehnten einzureichen, denn das Wort “Elegie” bezeichnet das Sehnsuchtsvolle, Schwermütige.

Doch ist sie das wirklich, so traurig? Was denkt ihr darüber? Düsterer Vampirfilm oder Romanze mit Happy End? (Okay, ich habe mir sagen lassen, diese Themen kann man auch kombinieren …) Meiner Meinung nach geht sie für beides und der Eindruck der Elegy wird in besonderem Maße von der Farbwahl bzw. von ihrem Umfeld bestimmt. So sehe ich diese Schreibschrift auch in hellen Farben auf fröhlichen Einladungskarten oder im Einsatz für Restaurants, stets brillieren durch ihre Eleganz und Perfektion.

Die Elegy basiert auf dem Logo der International Typeface Corporation von Ed Benguiat und wurde von Jim Wasco zwischen 2008 und 2010 als komplette Schrift gezeichnet.

Dazu habe ich noch einen schönen Artikel von feltandwire.com über die Elegy gefunden, in dem man auch das Originallogo sieht.

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