Die Schrift Lucca, eine brasilianische Neuinterpretation der Antiqua

Der junge Schriftdesigner João Henrique Lopes hat mit seiner 2013 entworfenen Schrift Lucca deutlich Bezug auf die Antiqua der italienischen Renaissance genommen – besonders das „p“, „b“ und das „d“ heben diesen historischen Ansatz durch ihre Bögenformen hervor.
Doch insgesamt sehr charakteristisch für die Lucca sind die unterschiedlichen Strichstärken sowie die Kehlung der Buchstabenstämme und die abgeschrägten Linienenden.
Die Schrift gibt es in den zwei Strichstärken Regular und Bold zu erwerben, sowie Italic-Varianten dieser beiden, die sie deutlich kantiger in Erscheinung treten lassen. Damit erinnert die Lucca in ihren Italic-Versionen leicht an eine Fraktur. Die Ziffern der Lucca sind als Mediävalziffern ausgeführt und es sind für alle Schnitte Kapitälchen vorhanden.
Durch ihren damit vielfältigen Auftritt ist die Lucca nicht auf ein bestimmtes Schriftgebiet beschränkt, sondern kann in zahlreichen Bereichen genutzt werden. Nicht zuletzt wegen ihrer großen x-Höhe, die der klaren und freundlich wirkenden Schrift eine gute Lesbarkeit verleiht.

Weitere Informationen zur Schrift und Abbildungen sind auf Linotype.com zu finden.

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