Die Agmena von Jovica Veljović –

eine variantenreiche Buchschrift

Die Agmena wurde 2012 von Jovica Veljović, einem serbischen Schriftdesigner, der heute in Hamburg lebt, als Buchschrift entworfen. Auch wenn sie durch kein konkretes Vorbild entstanden ist, erinnert ihre Gestaltung an die Renaissance-Antiqua. Veljović selbst sagt, er habe einzig das Ziel vor Augen gehabt, eine neue Buchschrift zu gestalten, die auch bei kleinsten Schriftgraden gut lesbar ist. Dies wird beispielsweise möglich durch große x-Höhen und große Punzen sowie durch klare, offene Formen der Buchstaben.
Insgesamt zeichnet sich die Agmena aber besonders durch ihre zahlreichen Details aus. Zu sehen an den unterschiedlichen Strichansätzen des „b“, „d“ und „h“, Variationen in Form und Länge der Serifen oder auch an den kreisförmigen Punkten des „i“ und „j“. Bei den Satzzeichen kommt die für eine Federschrift typische Rautenform zum Einsatz. Diese Details werden besonders bei großen Schriftgraden deutlich, verleihen aber auch den kleinen Graden einen lebendigen, poetischen Charakter.

Die Agmena ist in Book, Regular, Semibold und Bold erhältlich und verfügt in allen Schnitten über den passenden Italic-Schnitt. Zudem besitzt sie ein großes Angebot an Zeichen – alle Schnitte verfügen über Kapitälchen, unterschiedliche Ziffernsätze, alternative Buchstaben und Ornamente. Außerdem gibt es neben dem lateinischen Alphabet eine Auswahl an kyrillischen und griechischen Buchstaben.

Weitere Informationen zur Agmena, Skizzen, Entwürfe und Anwendungsbeispiele sind auf Linotype.com zu finden.

Ein Interview mit Jovica Veljović bietet weitere Hintergrundinformationen zum Designer und seiner neuen Schrift.

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