Interview mit Designer Stefan Claudius

Der 42-jährige Designer Stefan Claudius hat schon früh die Liebe zum Schriftdesign für sich entdeckt. Zu Schulzeiten hat er bereits Buchstaben in den Kästchen seiner Hefte konstruiert und angeordnet. Bereits damals verspürte er den Drang zu experimentieren, auszuloten und damit etwas völlig Neues zu gestalten. Bis heute hat der gebürtige Essener rund 40 Schriftfamilien gestaltet und davon sieben Textschriften mit zahlreichen Schnitten entwickelt.

Mit der Kreation seiner Schrift Yalta Sans begann er bereits im Jahr 2005. Er fand subtile Kontraste in den Strichstärken interessant und setzte sich mit diesem Effekt in Groteskschriften auseinander. Diesen langjährigen Arbeitsprozess empfand er allerdings als positiv – so konnte er sich parallel mit der Schrift weiterentwickeln und sich dieser immer wieder mit einem neuen kritischen Blick widmen.

So entstand eine Schrift, welche die Geschmeidigkeit einer humanistischen Schrift, die Klarheit einer Grotesken und den geometrischen, technischen Aspekt einer Square Sans aufeinander treffen lässt – eine „humanistische Technizität“, wie er es nennt.

Doch auch privat lässt sich der Aspekt der verschiedenen Ursprünge in Claudius’ Leben feststellen. So fühlt sich der Deutsch-Schweizer besonders dem Schweizer Design verbunden. Für ihn verbindet es den spielerisch-experimentellen Charakter der Niederländer und die akribische, reflektierte Arbeit der Deutschen. So sagt der Designer selbst über sich: „In diesem Sinne möchte ich wahrscheinlich über den Hinweis auf die Herkunft ausdrücken, dass mir sowohl Spielfreude als auch Grübeln wichtig sind.“.

Dies war ein Auszug des Interviews von Monotype mit Stefan Claudius – die komplette Version finden Sie auf Linotype.com.

Weitere Hintergrundinformation zu der Schriftfamilie Yalta Sans von Stefan Claudius finden Sie hier.

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