Tipp für Typografie-Interessierte:
das Buchstabenmuseum Berlin

Im ersten Obergeschoss des Berliner Carées am Alexanderplatz befindet sich das Buchstabenmuseum Berlin. Es beinhaltet eine stetig wachsende Sammlung von Schriftzeichen in den verschiedensten Größen, Materialien und aus unterschiedlichen Design-Epochen. Die momentan hauptsächlich aus Fundstücken aus Berlin und der näheren Umgebung bestehende Sammlung ist auch an Exponaten anderer Standorte interessiert. Neben der regulären Ausstellung finden auch Führungen, Workshops und Sonderausstellungen statt.

Weitere Informationen über das Buchstabenmuseum Berlin sind hier zu finden.

Typografie-Liebhaber aufgepasst!

Die Typografie-Szene in Japan hat Zuwachs bekommen.
Vor kurzem ging die Website www.typecache.com an den Start. Die von vier Japanern gegründete englischsprachige Seite soll Trends und Informationen rund um das Thema Typografie in die Welt hinaus tragen. Vor allem Designer, Artdirektoren und Schriftenliebhaber sollen davon profitieren.

Ein weiterer Neuling in der japanischen Typografie-Familie ist das Magazin “Typography”. Die erste Ausgabe ist seit dem 7. Mai erhältlich und schon jetzt ein Kassenschlager. Laut dem Herausgeber Graphic-sha Publishing Co. berichtet “Typography” zweimal im Jahr über die neuesten Typografie-Trends in Japan und dem Rest der Welt und widmet sich somit den Interessen von Designern und Schriftliebhabern.

Ein Blick in die erste Ausgabe macht Lust auf mehr. Neben wundervollen Kustwerken wie “Comedy Carpet” von Gordon Young oder nützlichen Tipps, wie man seine eigenen Schriften erstellen kann, beinhaltet die erste Edition auch einen Artikel über Schriftdesign von Akira Kobayashi, Schriftgestalter bei Linotype. Auch die Schriftfamilie Stevens Titling, die von den beiden Kalligrafen John Stevens und Ryuichi Tateno entwickelt wurde und im Mai 2011 von Linotype veröffentlicht wurde, schaffte es in das Magazin.

Displays mal ganz anders:
Medienkunst am neuen Terminal des Wiener Flughafens

ZeitRaum“ heißt die Kunstinstallation, die Ars Electronica Futurelab für den neuen Terminal am Wiener Flughaften entwickelte und die den ein- und ausgehenden Flugverkehr in Echtzeit interpretiert. Hierbei überspannen meterhohe Wände aus Displays die Ein- und Durchgänge zur Sicherheitskontrolle. Wer sich einer der Wände nähert, löst virtuelle Schneeschauer aus Buchstaben aus, welche die Wand hinunterrieseln. Unten angekommen entstehen aus den Buchstaben Texte, welche die Topografie einer Landschaft formen, die sich ständig verändert, da ihr Wachstum an den aktuellen Flugverkehr geknüpft ist: Starts formen Berge, Landungen Täler.

Die auf den Displays verwendeten Schriften sind Soho Gothic und Futura, die uns hier mal in einer ganz anderen Ausdrucksform begegnen, als wir es normalerweise gewohnt sind.

Ein beeindruckendes Video kann man sich auf der Website von Ars Electronica Futurelab anschauen: http://www.aec.at/zeitraum/textscapes.html

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Die Biome: eine neue, futuristische Schriftfamilie


Für manchen sind ihre runden, organischen Formen vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, auf jeden Fall ist Biome prägnant und für viele Einsatzgebiete geeignet. Der amerikanische Designer Carl Crossgrove erstellte die gut ausgebaute Familie in einem langen, experimentellen Designprozeß. Das Ergebnis ist ein harmonisches, stimmiges Design mit einigen markanten Buchstaben wie zum Beispiel dem „g“ mit einer halboffenen, doppeläugigen Form. Die Bandbreite an Schriftschnitten reicht von Extra Light bis Ultra, die Schrift ist in drei Laufweiten erhältlich (Basic,  Narrow und Wide).

Besonders markant wirkt Biome in großen Schriftgraden, also im  Headline- und Logobereich, durch eine große x-Höhe und große Punzen ist die Lesbarkeit aber auch im Fließsatzbereich sehr gut. – Weitere Infos zur Schrift und Abbildungen findet man auf Linotype.com.

Zur Einführung der Biome erhält man bei der Anmeldung zum Linotype-Newsletter drei  kostenlose Schnitte zum Ausprobieren (noch bis zum 15. Juli).

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Webfonts und ihr Einsatz im Online-Publishing

Zeiten ändern sich – auch im Webdesign. Das DOK-magazin hat das Thema Webfonts in seiner Mai/Juni-Ausgabe aufgegriffen und berichtet über die Geschichte der Schrift auf Websites und dem Unterschied zwischen Self-Hosting und Webfont-Service.

Während Webdesigner und Programmierer bzw. Seiteninhaber früher sicherstellen mussten, dass der Text auf einer Website auch wirklich überall auf der Welt gelesen werden konnte und deshalb auf sehr wenige Schriften angewiesen waren, können sie heute dank Webfonts quasi frei gestalten.

Während das Self-Hosting noch einige Schwierigkeiten mit sich bringt, ist der Webfont-Service bereits ein ausgeklügeltes System. Anbieter wie Monotype Imaging stellen hier ihre Webfonts in unterschiedlichen Formaten auf einem Servernetz zur Verfügung. Verändern sich die Browseranforderungen, sind die Anbeiter für deren Aktualisierung zuständig. Die Fonts werden nur gemietet und oft auch – in kleinerer Auswahl und begrenztem Traffic – kostenlos bereit gestellt. Ein weiterer Vorteil ist die durch den Anbieter abgedeckte Lizenzsicherheit. Jeder Seitenbetreiber muss natürlich für sich selbst entscheiden, was am besten zu ihm passt.

Der komplette Artikel steht unseren Lesern auch als Download zur Verfügung.