Interview mit Designerin Sandra Winter

Sandra Winter gestaltete zusammen mit Akira Kobayashi die neuen Rounded-Versionen für die Avenir Next. Linotype nahm dies zum Anlaß, der Designerin, die auch an der Erstellung der DIN Next beteiligt war, einige Fragen zu stellen. Ihre interessanten Ausführungen, auch hinsichtlich der besonderen Herausforderung, für einen bereits bestehenden Schriftenklassiker neue Schnitte zu gestalten, wurden auf Linotype.com veröffentlicht.

verwandte tags ,

Webfonts bei Type-for-Type.com

Ähnlich wie Tipp-Ex, die mit ihrem bärigen Auftritt auf YouTube eine gelungene, innovative Kampagne starteten, tritt nun edding auf und behilft sich ebenfalls interaktiver Mittel, um die Werbetrommel zu rühren. Bei dieser Kampagne spielen Webfonts die Hauptrolle! Der Webfont edding 850 wird eingesetzt, um den Text für den User editierbar zu machen.

Jeder der sich auf dem virtuellen Bord verewigt, darf den Font kostenlos runterladen. Schaltet eure Lautsprecher ein und genießt den unverwechselbaren edding-Sound!

Tipp-Ex YouTube-Kampagne

Tipp-Ex YouTube-Kampagne

www.Type-for-Type.com

www.Type-for-Type.com/ edding 850 font

Randnotiz: NYSE Euronext setzt Akko Medium ein

Zum neuen NYSE Euronext-Logo gibt es schon rege Diskussionen im Netz, wie zum Beispiel auf Designtagebuch oder Underconsideration. Die Meinungen zum neuen Logo gehen ausnahmsweise nicht auseinander, sondern sind fast durchweg moderat positiv bis gänzlich positiv. Auch die verwendete Schriftart wird lobend erwähnt, jedoch gehen nur wenige Autoren und Kommentatoren auf die Type ein.

Meiner Meinung nach, eignet sich Akko Medium hervorragend für den Einsatz in diesem Logo. Ich sehe das Konzept “Börse”  als eher nüchtern und technisch, dennoch als äußerst dynamisch. Warum also nicht auch eine Type, die diese Charaktereigenschaft in sich trägt? Akko bringt außerdem eine organische Seite mit sich, die der Börse gut bekommt.

AKira KObayashi, Designer der Akko, wurde bei ihrer Erschaffung gleichermaßen von Din Next wie von Cooper Black inspiriert. Wobei sich die Rounded-Variante der Akko stärker an der organischen Cooper Black orientiert. Dabei bleibt sie sehr gut lesbar und kann platzsparend eingesetzt werden.

Mehr zur Akko gibt es hier.

Making Good Fonts Better

Zusammen mit der Gesellschaft für Designgeschichte e.V., dem Institut Designlabor Gutenberg und der FH Mainz, veranstaltete das Gutenberg Museum am 4. und 5. Mai das Typo-Symposium “Schrift macht Welten”.
Kann die Wahl einer bestimmten Schrift politische und weltanschauliche Implikationen beinhalten? Können bestimmte Schriftsysteme und Logotypes als Manifestationen von Macht begriffen werden? Namhafte Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis referierten über diese und andere Fragen sowie rund um das Thema Schrift. Neben Johannes Bergerhausen, Albert-Jan Pool und anderen war auch unser Type Director Akira Kobayashi mit unter den Rednern.

Akira überarbeitet Schriften für die Platinum Collection, eine Sammlung exklusivster Schriften aus dem Hause Linotype. Dafür benötigt man viel Sensibilität und ein geschultes Auge, wenn es um die Erkennung von optischen Täuschungen geht. Kobayashi erzählte von einem Restaurantbesuch in seinem Heimatland Japan. Betrachtet der Gast seinen Salat, so scheint dieser genau in der Mitte zu liegen. Sieht man jedoch genauer hin, erkennt man, dass dies nur aus der Perspektive des Gastes so ist. Der Salat ist in Wirklichkeit nicht zentriert und leicht nach vorne gekippt – eine optische Täuschung also. Der Koch hat beim Anrichten die Sicht des Gastes übernommen und genau so muss ein Schriftdesigner die Perspektive des Lesers einnehmen.

“Es gibt viele Gründe, eine Schriftfamilie zu verbessern”, so Kobayashi. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Überarbeitung der Optima. Das Kerning war manchmal zu eng und einige wichtige Unterscheidungspaare fehlten. Dies wurde bei der Optima nova verbessert.
Eine weitere Verbesserung ist das OpenType-Format. Im Gegensatz zu PostScript- und TrueType-Fonts unterstützt es Unicode.

Wer am vergangenen Wochenende nicht live dabei war und näheres wissen möchte, kann sich gerne auf www.schrift-macht-welten.de informieren. Die ganze Geschichte zum Thema “Making Good Fonts Better” kann auch in unserer Fonts in Focus 8 und 9 nachgelesen werden.

Onlinemagazin „Imprint“ führt Interview mit Nadine Chahine

Dieses ausführliche, schön bebilderte Interview mit der Schriftdesignerin Nadine Chahine von Linotype finde ich absolut lesenswert.
Nadine beschreibt darin ihren gestalterischen Werdegang, der stark von ihrer Liebe zu arabischen Schriften geprägt ist. Sie vermittelt dem Leser einen Einblick in die Besonderheiten der Gestaltung arabischer Schriften, auch im Kontext mit lateinischen Schrift-Pendants. Weiterhin berichtet Nadine über ihre Zusammenarbeit mit Designgrößen wie Adrian Frutiger und Hermann Zapf.

Hier geht’s zum Interview.


verwandte tags ,

Ein charakterstarkes Erstlingswerk:
die Levato von Felix Bonge

An dieser Stelle möchte ich mal wieder eine Schriftempfehlung abgeben: die erst seit kurzem auf Linotype.com verfügbare Levato ist eine gut ausgebaute Familie, die sich aus Studien entwickelte, die Felix Bonge während eines Typedesignkurses bei Professor Jovica Veljović betrieb. Nach einem anschließendem Kalligraphie-Seminar überarbeitete Felix Bonge die Schrift nochmals grundlegend und das Resultat kann sich sehen lassen. Denn Levato wirkt edel, dynamisch und ist vielfältig einsetzbar.  Fünf Strichstärken mit jeweils korrespondierenden, echten Kursivschnitten stehen zur Verfügung, die Zeichenausstattung läßt desweiteren keine Wünsche offen: mit vier Ziffernsets, Kapitälchen, zahlreichen Ligaturen, Zierbuchstaben und Swash-Varianten kann Levato im Headlinebereich, für die Magazingestaltung und für Fließtexte eingesetzt werden.

Weitere Informationen zur Schrift, diverse Anwendungsbeispiele und die Möglichkeit zum Kauf der Levato-Familie befinden sich auf Linotype.com sowie ein Interview mit Felix Bonge.

verwandte tags ,

Slanted #17 in neuem Look

Die erste diesjährige Ausgabe des Slanted-Magazins (#17) hat sich komplett der Welt der Comics und Cartoons samt ihren typografischen Eigenheiten verschrieben und präsentiert sich mit neuem Gesicht.

Wir gratulieren der Slanted-Redaktion zu 16 weiteren Seiten und der – wie ich finde – gelungenen Überarbeitung von Inhalt und Layout. Seit November 2011 ist auch der Slanted-Blog mit Webfonts ausgestattet. Passend zur Veröffentlichung der neuen Ausgabe wird die bei Linotype erhältliche Balloon auf dem Blog gezeigt, die auch im Heft an vielen Stellen eingesetzt wurde.

Die neuste Ausgabe der Slanted finden Sie übrigens hier.
Viel Erfolg auch in Zukunft und auf eine gute weitere Zusammenarbeit!