Buchkunstausstellung von Pressendrucker Hermann Rapp

Lieber Karl heißt eine aktuell stattfindende Buchkunstausstellung, die in der Taunus-Galerie im Bad Homburger Landesratsamt stattfindet. Zu sehen ist eine große Auswahl an Arbeiten des Pressendruckers Hermann Rapp aus der Offizin Die Goldene Kanne, sowie das Ausstellen eines 1799 geschriebenen Briefes des Schriftstellers Friedrich Hölderlin an dessen Bruder Karl – ein tiefer Einblick in das Leben eines der bekanntesten deutschen Lyriker.

Rapp absolvierte in den 1950er Jahren eine Ausbildung als Schriftsetzer und fand seine Inspiration und Motivation stets in den Bildenden Künsten. 1989 gründete Rapp seine eigene Bleisatzwerkstatt, die Offizin Die Goldene Kanne in Neuweilnau. Dort entstanden in 25 Jahren Werke, die nun in der Ausstellung Lieber Karl gezeigt werden. Werke wie Grafiken, Buchkunst und bibliophile Bücher – allesamt künstlerisch-handwerklicher Art. Inhaltlich fanden neben Hölderlin auch Sophokles, Homer oder Herakleitos Platz, bis hin zu Zeitgenossen wie Schiller, Goethe oder auch Mörike.

Lieber Karl wurde am 30. Januar eröffnet und läuft bis zum 28. Februar.

Hier finden Sie weiterführende Informationen über die Ausstellung.

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„Infinite Scrolling“ verbessert Suchergebnislisten

Linotype.com verfügt seit einigen Wochen über die neue Funktion des „Infinite Scrolling“. So erhält man nicht mehr eine feste Anzahl von Suchergebnissen pro Seite – von nun an erscheint die Ergebnisliste von Suchbegriffen als endlos scrollbare Liste, die sich automatisch verlängert. Damit ist das Durchschauen von Ergebnissen anwenderfreundlicher geworden und ermöglicht einen schnelleren Blick auf die Suchergebnisse.

Am besten gleich selbst auf Linotype.com ausprobieren!

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Ab sofort sind Webfonts direkt von Linotype.com erhältlich

Tausende von Schriften von Linotype, Monotype und ITC können jetzt direkt auf Linotype.com erworben werden und ermöglichen die Erstellung plattformübergreifender, abgestimmter Designs, von Printmedien bis hin zu Internet-Auftritten. Die Verwendung von Webfonts bietet noch weitere Vorteile: gute Lesbarkeit auf Bildschirmen, Indexierbarkeit für Suchmaschinen (nicht möglich bei der Darstellung von Texten im Internet als Grafik), schnellere Erstellung und Aktualisierung von Texten auf Webseiten, Unterstützung aller wichtigen Browsertypen. Außerdem unterstützen die Webfonts von Linotype über 40 Sprachen und können somit in praktisch jedem internationalen Layout präsentiert werden. Das Lizenzierungsmodell von Webfonts auf Linotype.com basiert auf dem „Pay as you go“-Prinzip, bei dem ein bestimmtes Paket mit Seitenzugriffen erworben wird und weitere hinzugebucht werden können, wenn das Paket verbraucht ist – es wird also kein Abonnement mit zusätzlichen Kosten benötigt.

Umfassende Informationen werden auf Linotype.com bereitgestellt: mit dem Artikel „Lizenzierung & Installation von Webfonts“ und der FAQ zu Webfonts.

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Interview mit Designer Stefan Claudius

Der 42-jährige Designer Stefan Claudius hat schon früh die Liebe zum Schriftdesign für sich entdeckt. Zu Schulzeiten hat er bereits Buchstaben in den Kästchen seiner Hefte konstruiert und angeordnet. Bereits damals verspürte er den Drang zu experimentieren, auszuloten und damit etwas völlig Neues zu gestalten. Bis heute hat der gebürtige Essener rund 40 Schriftfamilien gestaltet und davon sieben Textschriften mit zahlreichen Schnitten entwickelt.

Mit der Kreation seiner Schrift Yalta Sans begann er bereits im Jahr 2005. Er fand subtile Kontraste in den Strichstärken interessant und setzte sich mit diesem Effekt in Groteskschriften auseinander. Diesen langjährigen Arbeitsprozess empfand er allerdings als positiv – so konnte er sich parallel mit der Schrift weiterentwickeln und sich dieser immer wieder mit einem neuen kritischen Blick widmen.

So entstand eine Schrift, welche die Geschmeidigkeit einer humanistischen Schrift, die Klarheit einer Grotesken und den geometrischen, technischen Aspekt einer Square Sans aufeinander treffen lässt – eine „humanistische Technizität“, wie er es nennt.

Doch auch privat lässt sich der Aspekt der verschiedenen Ursprünge in Claudius’ Leben feststellen. So fühlt sich der Deutsch-Schweizer besonders dem Schweizer Design verbunden. Für ihn verbindet es den spielerisch-experimentellen Charakter der Niederländer und die akribische, reflektierte Arbeit der Deutschen. So sagt der Designer selbst über sich: „In diesem Sinne möchte ich wahrscheinlich über den Hinweis auf die Herkunft ausdrücken, dass mir sowohl Spielfreude als auch Grübeln wichtig sind.“.

Dies war ein Auszug des Interviews von Monotype mit Stefan Claudius – die komplette Version finden Sie auf Linotype.com.

Weitere Hintergrundinformation zu der Schriftfamilie Yalta Sans von Stefan Claudius finden Sie hier.

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Vortrag von Dr. Nadine Chahine bei agIdeas

auf YouTube

Im April diesen Jahres hielt die preisgekrönte libanesische Schriftdesignerin Dr. Nadine Chahine im Rahmen der Initiative „Design Matters“ einen Vortrag bei agIdeas in Melbourne. Ihre Präsentation beschäftigte sich damit, welchen Einfluss Politik und Kultur bei der Gestaltung arabischer Schriften ausüben. Sie stellte ihre Arbeit vor, darunter die typografische Neugestaltung der größten libanesischen Tageszeitungen, und argumentierte, dass das politische Geschehen eines Landes das Design stark beeinflussen kann.

Nadine studierte an der amerikanischen Universität Beirut, der Universität Reading in Großbritannien und der Universität Leiden in den Niederlanden. Im Verlauf ihrer beruflichen Laufbahn hat sie sich auf den Entwurf arabischer Schriften spezialisiert und entwarf unter anderem zwei der meistverkauften Schriften, Frutiger Arabic und Palatino Sans Arabic. Die Zeitschrift Fast Company wählte sie für das Jahr 2012 unter die „100 Most Creative People in Business“.

Sie arbeitet im Büro von Monotype (ehemals Linotype) in Bad Homburg und leitet dort arabische Projekte. Das Thema ihrer Doktorarbeit, ein Thema, mit dem sie sich seit dem Anfang ihrer Designkarriere befasst, ist die Lesbarkeit arabischer Schriften.

Zurück zu ihrem Vortrag bei agIdeas – Nadine beschäftigt sich dort mit der Frage, was moderne arabische Typografie heute ist und wie sich diese im Hinblick neuer technologischer Freiheiten entwickeln sollte. Sollten Schriften zu den Wurzeln traditioneller und komplizierter kalligrafischer Stile zurückkehren oder bei den zeitgenössischen einfacheren Entwürfen bleiben?

Nadines Lesbarkeitsstudien haben gezeigt, dass die Komplexität der Gestaltung die Lesbarkeit arabischer Schriften verringert. Jedoch bergen kalligrafische Formen viel Schönheit in sich, und es gibt nach wie vor einen Platz für diese Ebene der Komplexität. Aber auch die Einfachheit der Form bringt Schönheit hervor, und ein Beispiel hierfür sind die Schriften, die für die Zeitung An-Nahar entwickelt wurden: schlicht, schwungvoll und plastisch.

Die Schrift soll Stärke symbolisieren und eine starke, tiefgreifende Wirkung erzielen. Das Design war eine Erklärung im Namen der Meinungsfreiheit und der Freiheit der Rede, die trotz oder vielleicht gerade wegen der politischen Lage im Libanon, existieren müssen.

Nadine ist der Ansicht, dass Schriftgestaltung nicht von der Realität, die sie umgibt, losgelöst werden kann und dass man, um für eine gewisse Kultur gestalten zu können, den größeren Kontext, in dem Schriften zum Leben erwachen, verstehen und analysieren muss.

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Die Agmena von Jovica Veljović –

eine variantenreiche Buchschrift

Die Agmena wurde 2012 von Jovica Veljović, einem serbischen Schriftdesigner, der heute in Hamburg lebt, als Buchschrift entworfen. Auch wenn sie durch kein konkretes Vorbild entstanden ist, erinnert ihre Gestaltung an die Renaissance-Antiqua. Veljović selbst sagt, er habe einzig das Ziel vor Augen gehabt, eine neue Buchschrift zu gestalten, die auch bei kleinsten Schriftgraden gut lesbar ist. Dies wird beispielsweise möglich durch große x-Höhen und große Punzen sowie durch klare, offene Formen der Buchstaben.
Insgesamt zeichnet sich die Agmena aber besonders durch ihre zahlreichen Details aus. Zu sehen an den unterschiedlichen Strichansätzen des „b“, „d“ und „h“, Variationen in Form und Länge der Serifen oder auch an den kreisförmigen Punkten des „i“ und „j“. Bei den Satzzeichen kommt die für eine Federschrift typische Rautenform zum Einsatz. Diese Details werden besonders bei großen Schriftgraden deutlich, verleihen aber auch den kleinen Graden einen lebendigen, poetischen Charakter.

Die Agmena ist in Book, Regular, Semibold und Bold erhältlich und verfügt in allen Schnitten über den passenden Italic-Schnitt. Zudem besitzt sie ein großes Angebot an Zeichen – alle Schnitte verfügen über Kapitälchen, unterschiedliche Ziffernsätze, alternative Buchstaben und Ornamente. Außerdem gibt es neben dem lateinischen Alphabet eine Auswahl an kyrillischen und griechischen Buchstaben.

Weitere Informationen zur Agmena, Skizzen, Entwürfe und Anwendungsbeispiele sind auf Linotype.com zu finden.

Ein Interview mit Jovica Veljović bietet weitere Hintergrundinformationen zum Designer und seiner neuen Schrift.

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Für alle Film- und Typofans:
Schriften auf Plakaten aktueller Kinofilme

Für alle Film- und Schriftinteressierten befindet sich auf Linotype.com die Rubrik „Movie Fonts”. Passend dazu gibt es nun einen ausführlichen Beitrag zu den auf Filmplakaten verwendeten Schriften aktueller Kinofilme. Dabei wurde recherchiert, welche Schriften den auf den Werbeplakaten eingesetzten Schriften ähnlich sehen oder ihnen entsprechen.

Dadurch lernt man spielerisch nicht nur etwas über die aktuelle Filmszene, sondern erfährt auch mehr über die Verwendung von Schriften, sowie eine historische Einordnung derselben.

Gibt es Schriften, die in bestimmten Filmgenres besonders gerne benutzt werden? Wenn ja, welche Art von Schriften sollen womöglich welche Wirkung auf uns ausüben? Und funktionieren die Schriften in ihrer Wirkung auf uns überhaupt? Gehen Sie auf eine typografische Erkundungstour durch die aktuelle Filmszene.

Hier finden Sie eine Liste aktueller Kinofilme und ihre Plakatschriften.

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Humanistisches Schriftbild meets
technisches Flair – die Yalta Sans

Mit der Yalta Sans hat Schriftdesigner Stefan Claudius die Verknüpfung zwischen einer humanistischen Schrift und einer Square Sans geschaffen. Letztere bringt einen technischen Charakter mit sich, der in Zusammenkunft mit einem humanistischen Schriftbild eine gute Lesbarkeit mit sich bringt.
Die Groteske ist in acht Schnitten erhältlich und reicht von Thin bis Black. Besonders auffällig sind die dynamischen Aspekte der Schrift, die einem zu formalen Aussehen entgegenwirken. Dies sind beispielsweise die konischen Abschlüsse des „b“ und „d“, sowie die Rundung am Fuße des „l“. Zudem die zahlreichen abgeschrägten Linienenden, die fast einen kalligrafischen Charakter entstehen lassen, sowie die abgerundeten Punkte.
Besonders dem Italic-Schnitt hat sich der gebürtige Essener gewidmet. Denn hier hat er gleich zwei Sätze an Versalien entworfen und orientiert sich stärker an der echten Kursiven einer Antiqua als an einer Grotesken. So wechselt das „a“ beispielsweise in eine geschlossene Form und das „f“ erhält eine Unterlänge. Durch die Betonung der Waagrechten und die subtilen Kontraste der Strichstärken eignet sich die Yalta Sans für zahlreiche Anwendungen, auch in kleinen Schriftgraden, im Text- und im Displaybereich.

Hier finden Sie weitere ausführliche Informationen über die Yalta Sans.

Lesen Sie auch das Interview mit Stefan Claudius.

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Ein spannender Artikel über
William Caslon erinnert an Londons
ersten großen Schriftentwerfer

In dem vorgestellten Artikel beschäftigt sich der Autor mit dem Lebensweg Caslons, der seine Karriere als Graveur begann und 1727, im Alter von 35 Jahren, seine eigene Schriftgießerei in London gründete. Dort vertrieb er auch seine gleichnamige Schrift Caslon. Diese war für England eine kleine Revolution, denn bislang hatte man sich sehr wenig mit Schriften und Schriftgießerei beschäftigt und importierte die meisten Schriften aus dem Ausland.

Die Caslon wurde so berühmt, dass sie von Benjamin Franklin sogar für den Druck der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und der amerikanischen Verfassung ausgewählt wurde.

Den ausführlichen Artikel über William Caslons Leben finden Sie hier

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Das Buch „Mr. Typo & der Schatz der Gestaltung“ erklärt uns die Welt der Buchstaben

Der Titel „Mr. Typo & der Schatz der Gestaltung“ lässt vermuten: hier handelt es sich um ein Kinderbuch. Doch weit gefehlt.
Es ist eher ein Bilderbuch für Erwachsene – ein Typo-Comic. Für Laien und Profis, die mehr über die Welt der Typografie erfahren möchten und dies auf vergnügliche Art und Weise vermittelt. Und genau das schafft der italienische Schrift- und Grafikdesigner Alessio Leonardi mit seinem Buch auch – ganz unverkrampft und humorvoll, aber gleichzeitig informativ.
Auf knapp 100 Seiten durchlaufen der Protagonist Mr. Typo, sein Hund Monsieur Chien und eine Maus die Geschichte der Typografie und lernen alles über Formen und Aufbau von Buchstaben kennen. Und so lernt auch der Leser ganz unbedarft schnell mehr über die Grundlagen von Schriften. Wie stark beeinflussen uns Schriften? Wie ist ein Buchstabe aufgebaut? Und welche Begriffe sind die richtigen und wichtigen? Dank des unterhaltsamen und gleichzeitig informativen Charakters des Buches bekommt man Fragen wie diese spielerisch beantwortet und lernt, ohne es zu merken.

Das Buch kann beim Hermann Schmidt-Verlag Mainz bestellt werden.

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